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Auf und Ab - Leitern erzählen vom Leben |
18.06.2010 |
05.05.2010 |
05.05.2010 |
05.05.2010 |
16.03.2010 |
| 03.12.2009 |
| 27.11.2009 Die lange Wohnungssuche ist frustrierend. Rund 12 Monate wohnt Jürgen B. bereits in einem Wohnwagen in Wachtendonk. Der steht neben dem Haus, das er seit Jahrzehnten bewohnte und nun nur noch für den Abriss gut ist. Seit fünf Jahren sucht Jürgen B. eine Wohnung. Diakoniebetreuerin Christa Fest und Marc Frömmert (Verein Papillon) haben in der Zeit schon viel telefoniert- umsonst. Jürgen B. ist psychisch krank, hat Angstzustände, gefährlich wird er jedoch keinem. Genauso wenig wie sein Wolfspitz Charly, der zwölfjährige Hund ist sein Ein und Alles. Der treue Begleiter ist der Grund, warum Jürgen B. beispielsweise nicht ins Obdachlosenheim der Gemeinde kann. Verschiedene Ämter der Gemeinde kamen schon vorbei und begutachteten seine Situation, Rat wussten sie allerdings auch keinen. Traurig, dass den 51-Jährigen kein Vermieter haben will. „Schon wenn ich Diakonie erwähne, höre ich oft, wie am anderen Ende der Leitung die Mundwinkel nach unten gehen“, bedauert Betreuerin Fest. Oder wenn sie erwähnt, dass Jürgen B. psychische Probleme hat. „Ich tue doch keinem was“, sagt er. Sogar die Nachbarn haben mehrmals seinen Hund übernommen, als er ihn krankheitsbedingt nicht ausführen konnte. Traurig und nicht nachvollziehbar ist die Länge der Wohnungssuche, denn Jürgen B. hat eine EU-Rente, die aufgefüllt mit Sozialhilfe, die Miete sichert. Den Alltag meistert er mit Hilfe von Marc Frömmert, der mit ihm einkaufen fährt und mindestens wöchentlich nach dem Rechten sieht. Es gibt weitaus schlimmere Mieter heutzutage. Die neue Wohnung sollte sozialhilfegerecht sein und im Bereich Wachtendonk, Herongen und Geldern liegen. Selbst die maximal 45 Quadratmeter einer Sozialwohnung kämen Jürgen B. im Vergleich zu den acht Quadratmetern seines Wohnwagens wie ein Palast vor. |
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| Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe fordert höhere Einnahmen für Städte und Gemeinden (16.6.2010) |















