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14.01.2012 Mit „Amtsdeutsch“, beziehungsweise den gebräuchlichen Kürzeln können Menschen zur Verzweiflung gebracht werden. Oder sie dienen der Unterhaltung. Monika Hintsches, Kabarettistin aus Mönchengladbach trieb während des Neujahrsfrühstücks des Betreuungsvereins der Diakonie im Kirchenkreis Kleve die Verklausulierungen in ihrem Vortrag auf die Spitze. Auch die 160 ehrenamtlichen Betreuer im Kreis Kleve kennen so manche Formeln des Betreuungsgesetzes. „Da kann man manchmal den Kopf nur in den Kühlschrank stecken“, meinte Hintsches dazu. Das auf das Publikum zugeschnittene Programm im Landhaus Beckmann gefiel den Betreuerinnen und Betreuern, Hintsches machte Nägel mit Köpfen und versteigerte sogar ihren Mann Willi. Der wiederum nervt sie mit kleinen Zettelchen, darauf „Wer wird Millionär Fragen“. Außerdem berichtete sie über die 14-monatige Schwangerschaft einer Bekannten, die ihren ungeborenen Nachwuchs bereits mittels „aufgeschnallten Tatschscreen“ musikalisch auf das Leben vorbereite.
Das Neujahrsfrühstück ist mittlerweile Tradition, mit dem die Diakonie in jedem Jahr den Betreuerinnen und Betreuern für ihr ehrenamtliches Engagement Danke sagt. Besonders geehrt für die Führung einer mehr als zehnjährigen Betreuung wurden: Ronald und Andrea Foreman (Kleve), Monika Eickmans (Pfalzdorf), Berno Meyer (Uedem) sowie Winfried Schmitz (Kessel). „Auch aus einem anderen Grund ist dies eine besondere Ehrung“, erklärte Theo Peters den Anwesenden, denn jeder der Geehrten führt nicht eine, sondern gleich mehrere Betreuungen. „Es gibt mir persönlich etwas zurück, selbst Menschen, die nicht sprechen können, lachen mit den Augen“, findet Monika Eickmans. „Darüberhinaus weiß ich durch den regelmäßigen Umgang mit Behörden einfach mehr über das Thema“.
Ehrenamtliche Betreuungen werden vom Amtsgericht für Menschen bestellt. Bei der Bestellung wird darauf geachtet, dass der Betreuungsumfang zu keiner Überforderung führt. Bei den Betreuten kann sich um eigene Familienangehörige handeln, wie auch um Menschen, die ohne familiäre Bindung leben. Der Mitarbeitenden der Diakonie sind Anlaufstellen für die Fragen der mittlerweile fast 500 kreisweit im Betreuungsverein organisierten Menschen.
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