Bildungsreise: Elbtalauen und Alltag in der DDR

BeWo Reise: Flussfahrt in den Elbtalauen

Geldern. Wer reist hat auch etwas zu berichten. In diesen Genuss kamen zehn Nutzerinnen und Nutzer des Ambulant Betreuten Wohnens (BeWo) während einer Bildungsreise im September.

Fünf Tage lang bewegte sich die Gruppe in der schönen Natur der Elbtalauen. Neben der malerischen Landschaft sind die Elbtalauen auch historisch interessant. Die Gruppe besuchte unter anderem das Marschhufendorf Konau, das bis 1989 gesperrtes Grenzgebiet war. „Mich freute einfach die Neugier der Gruppe bei diesen Themen“, sagte Ulrich Pletzer. Der BeWo-Mitarbeiter hat die Reise vorbereitet und geleitet. Deutsch-Deutsche Geschichte und der Alltag der Menschen, die dort lebten, wurde bei einem Besuch der Ausstellung „Grenzgänge“ deutlich. „Einige aus der Gruppe zeigten sich durchaus angerührt von den Erzählungen, wie die DDR mit `Andersdenkenden´ umgegangen ist.“, so Pletzer weiter. Der Arbeitsalltag in der DDR war Thema einer Besichtigung des ehemaligen VEB-Nähmaschinenwerks sowie des historischen Lokschuppens. Am Nachmittag brachte eine Floßfahrt auf der Elbe Entspannung, sogar drei Seeadler wurden gesichtet.

Landhaus Lenzener Elbtalauen

Begeistert war die Gruppe vom „grünen Band“. So wird der Streifen Natur genannt, in dem sich die Natur, früher bewacht von wenigen Grenzsoldaten, frei entwickeln und erhalten konnte. Über 1.200 seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere leben dort. Mittlerweile sind die Elbtalauen von der UNESCO ausgezeichnet zum „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe.“ Startpunkt morgens und Zielpunkt abends war das Landhaus Lenzener Elbtalaue. „Das untereinander helfen klappte in der Gruppe wunderbar und mit dem Haus hatten wir wirklich Glück“, fand Pletzer.

„Das Bemerkenswerte ist, dass wir die Bildungsreise überhaupt durchführen konnten“, ergänzte Dirk Boermann, Fachbereichsleiter des Ambulant Betreuten Wohnens. Ein eigenes Hygienekonzept musste dafür im Vorfeld erstellt werden. Alle 10 Teilnehmende kamen gesund und munter wieder zurück. „Insgesamt war die Bildungsreise sehr lehrreich und ein großer Erfolg“, so Boermann abschließend.

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