Diakonie bildet Pflegefachkräfte aus

Carmen Henning-Hirschfeld begleitet angehende Pflegefachkräfte

Goch/Geldern/Xanten. Carmen Henning-Hirschfeld ist seit 24 Jahren in der Ambulanten Pflege tätig. Seit 2009 bei der Diakonie im Kirchenkreis Kleve, begleitet die 55-Jährige seit 2012 Auszubildende zur Pflegefachkraft. Sie selbst hat immer schon gerne mit Menschen gearbeitet. „Der Pflegebereich war für mich keine Entscheidung, eher eine Berufung“, sagt sie.

Zu den Aufgaben der Pflegebeauftragten zählt, Schülerinnen und Schüler bei pflegerischen Tätigkeiten anzuleiten und sie im Pflegealltag zu begleiten. Dabei hat sie ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte und unterstützt auch mal bei den Praxisaufgaben. „Ich organisiere mit anderen Praxisanleitern Fortbildungen und Praxistage. Für jeden Jahrgang wird ein Ausbildungsplan geschrieben. Um die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlussprüfung vorzubereiten, werden während der Ausbildung von mir Praxisaufgaben gestellt und durchgeführt“, erläutert Henning Hirschfeld. Dafür steht die Diakonie mit den Pflege-Akademien in Verbindung, die den schulischen Teil der Ausbildung abdecken.

„Durch umfassende Begleitung, viele Gespräche und einer guten Vorbereitung in der Ausbildung hoffen wir junge Menschen für den Pflegeberuf und die Diakonie begeistern zu können“, so die Ausbilderin. Die Schüler fahren Pflege-Touren immer mit einer Pflegefachkraft oder einem Praxisanleiter, nie alleine. Sie haben feste Praxistage und werden während der gesamten Ausbildungszeit unterstützt. Sie bekommen Hilfen in Form von Fortbildung zu Themen aus der Theorie, damit sie dieses Wissen in die Praxis einbringen können. Gezielte Anleitungen sind notwendig bei Themen, die den Schülerinnen und Schülern noch Schwierigkeiten bereiten. Redebedarf mit erfahrenen Kolleginnen gebe es bei Schülern beispielsweise bei der Pflege dementiell erkrankter Menschen oder auch dem Tod von Pflegebedürftigen.

Die Pflegeausbildung selbst dauert drei Jahre und gliedert sich in drei Ausbildungsteile. Praktische Einsätze finden in der eigenen Einrichtung, im Krankenhaus, der Stationären Altenpflege, der Psychiatrie und der Kinderkrankenpflege statt. Für die theoretische Ausbildung bestehen Kooperationen, in Kleve mit der Pflege-Akademie und in Xanten mit der Diakonie-Altenpflegeschule am Karthaus. Den Schülern entstehen für die Ausbildung selbst keine Kosten, diese werden von der Ausbildungsstätte übernommen.

„Die Liebe zum Beruf und Flexibilität, Einfallsreichtum und Humor sollte eine gute Pflegekraft mitbringen, findet Henning-Hirschfeld. Pflege sei ein Beruf mit Zukunft, abwechslungsreich und spannend. Denn er beinhaltet neben der Pflege und ressourcenorientierter Förderung von Menschen die Beratung der Kunden und ihrer Angehörigen. Es gibt Aufstiegschancen für Pflegekräfte bis zur Pflegedienstleitung. Es sind Spezialisierungen als Pflegepädagoge oder Pflegemanager möglich. Fachbezogene Fortbildungen qualifizieren beispielsweise zur Palliativpflege oder zum Wundmanagement. Spätere Einsatzmöglichkeiten sind dann in der ambulanten und stationären Pflege, in der Pflege von Kindern, von Menschen mit Behinderung und von älteren Menschen.

Die Diakonie bildet Pflegefachkräfte zum Frühjahr und zum Herbst aus, wer sich bewerben möchte, kann das jederzeit machen. Die Bewerbung geht an: Diakonie im Kirchenkreis Kleve e.V. Brückenstr. 4, 47574 Goch; oder digital an: bewerbung@diakonie-kkkleve.de

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