Filmvorstellung: Mach das Ding aus!

Bild: Sie stellten den Film am Mittwoch vor vlnr.: Markus Grönheim (Stadt Geldern), Melanie Seier (Diakonie), Stephan de Leuw (flaggschiff-Film), Petra van Bergen (Diakonie), Joachim Wolff (Diakonie-Geschäftsführer)

Geldern. Der Film der Diakonie im Kirchenkreis Kleve sorgt für Gesprächsstoff zwischen den Generationen. Zumindest wünschen sich das die Macher und Macherinnen des Films, die Mitarbeitenden der Diakonie-Suchtvorbeugung. Der Film befragt junge Menschen, die Elterngeneration und Experten zum Thema Handy, Tablet und Co. Nicht nur in Corona-Zeiten sind sie häufig Grund für familiäre Konflikte. Besonders dann, wenn der Sohn zulange an der Konsole „zockt“ und die Tochter ihr Handy nicht aus der Hand geben kann.  Aber was können die Eltern tun? „Auch selbst ein Vorbild sein“, sagt Diakonieberater Tim Rambach. Auch selbst Regeln einhalten. „Es ist für mich zudem eine Frage des Respekts“, meint eine Mutter. Sie möchte zum Beispiel nicht, dass ihr Gesprächspartner gegenüber ständig am Handy sitzt. Kinder und Eltern nerven sich manchmal gegenseitig, zeigen die Antworten im Film. Die einen werden gerade in einer wichtigen Runde gestört, die andern müssen mehrmals rufen, bis sie vielleicht eine Antwort bekommen.

„Der Film soll unter anderem in Schulen zum Einsatz kommen und kann dort als Einstieg ins Thema genutzt werden“, erklärt Petra van Bergen, Mitarbeiterin der Suchtvorbeugung. Die Stadt Geldern finanzierte einen Teil der Kosten des Films aus Landesmitteln. Markus Groenheim, Mitarbeiter im Amt für Arbeit und Soziales der Stadt: „Corona legt ein Brennglas auch auf die Thematik des Mediengebrauchs. Darum ist der Film gut, er zeigt worum es geht und dass es hier in Geldern vor Ort Hilfen gibt. „Menschen haben unterschiedlichen Beratungsbedarf“, ist die Erfahrung von Beraterin Melanie Seier. „Manche kommen nur mit einer Frage, andere kommen zu vier bis acht Besuchen, je nachdem, welche Thematiken die Menschen mitbringen.“

„Der Film zeigt auf sympathische Weise, wo es Probleme geben kann“, findet Diakonie-Geschäftsführer Joachim Wolff. Mal einen langen Filmabend zu machen ist sicher kein Problem. „Doch wenn ich ohne Handy nicht mehr sein kann und ständig daran denke, dann ist es zu viel“, findet die junge Generation im Film. Auch eine Regel wird verraten: Mit 14 Jahren sind 140 Minuten frei verfügbare Medienzeit am Tag oder 14 Stunden pro Woche unbedenklich. Auch weitere Faktoren seien entscheidend für ein Gesamtbild, so van Bergen: "Trifft sich das Kind mit Freunden, treibt es Sport, hat es andere Interessen?"

„Mach das Ding aus!“ und andere Filme der Diakonie im Kirchenkreis Kleve sind im Youtube-Kanal der Diakonie abrufbar.

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