Fest der Kulturen - Apell Flüchtlingsschutz

Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises Asyl

Zum Fest der Kulturen hatte der SPIX e.V. Wesel auf den Xantener Marktplatz eingeladen. Am Sonntag fanden sich neben Streetfood & Musikangeboten auch verschiedene Kulturbeiträge. Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Im April 2025 befanden sich 121 Millionen Menschen auf der Flucht vor Hunger, Krieg, Armut, politischer oder religiöser Verfolgung.

Angekündigt waren unter anderen das Trio Vangelis aus Griechenland, Musik aus der Karibik mit Cuba-Latin und zum Abschluss Tico Tico mit Klezmer-Musik. Viele Menschen sahen sich die Beiträge an und genossen die Vielfalt an rund 15 Ständen. Darunter auch Heike Pullich-Stöffken, Flüchtlingsberaterin der Diakonie in Xanten mit dem Ökumenischen Arbeitskreis Asyl. Seit Jahrzehnten bringen Menschen mit Migrationshintergrund Vielfalt nach Deutschland. Eine Gruppe von 275 Unterzeichnern, darunter die Diakonie Deutschland und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe setzen sich mit einem Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz ein.

Memorandum erinnert an Genfer Flüchtlingskonvention von 1951

„Menschenrechte sind die Grundlage unseres Zusammenlebens. Sie setzen dort an, wo sich alle wiedererkennen: im Wunsch nach Sicherheit und einem Leben in Würde. Ein friedliches Miteinander gelingt also nur dort, wo jede und jeder die eigenen Rechte tatsächlich wahrnehmen kann. Mit der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren wurde genau dieser Anspruch völkerrechtlich verankert: Verfolgte Menschen finden Schutz. Staatliche Grenzen stehen dem Recht des Einzelnen auf ein Leben in Sicherheit und Würde nicht entgegen. Gerade in Zeiten wie heute ist die Einlösung dieses Versprechens eine große Herausforderung, der wir uns als unterzeichnende Organisationen täglich stellen. Und wir sind überzeugt: Ein Flüchtlingsschutz, der diesem Anspruch gerecht wird, ist möglich. Was dafür gestärkt werden muss, ist das, was uns als Gesellschaft trägt: Solidarität, Respekt im Umgang miteinander und die Bereitschaft, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Das ist die Basis für einen Flüchtlingsschutz, der für alle funktioniert und das Zusammenleben insgesamt verbessert. […] Ein solcher Flüchtlingsschutz ist möglich. Wir wollen über die Umsetzung reden, was es dazu braucht und was wir dafür tun müssen.“

Das Memorandum zum Herunterladen

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