Begegnung auf dem Sommerfest des AK Asyl

Integration wagen: Marie Ehses und Henok Andebrhan

Integration fängt dort an, wo Menschen sich begegnen, statt für sich zu bleiben: Der Arbeitskreis Asyl in Xanten lud zum Sommerfest an die neuen Flüchtlingsunterkünfte am Küvenkamp. Sie konnten Ende August zum Teil bereits bezogen werden und bieten für maximal vier Personen pro Einheit Wohnraum. Flüchtlinge hatten für das Fest herrliche Speisen zubereitet.

Nach der Begrüßung durch Dr. Wolfgang Schneider für den Arbeitskreis Asyl dankten Bürgermeister Thomas Görtz und Bundestagskandidatin Sabine Weiss (CDU) den in der Flüchtlingsarbeit tätigen Menschen: „Sie sind dafür verantwortlich, dass wir es in Xanten so hinbekommen haben und stolz sein können auf die Integrationsleistung“, lobte Bürgermeister Görtz. Ein herzliches Willkommen sagte er auch den neuen Bewohnern am Küvenkamp. „Sie sollen hier nicht „nur“ menschenwürdig untergebracht sein, sie sollen hier wohnen können.“

Ein klares Bekenntnis zur Flüchtlingshilfe gab auch Sabine Weiss (CDU) ab: „Wir wollen Menschen, die unseren Schutz brauchen, diesen Schutz geben. Auch gegen Störfeuer von anderer Seite.“ Ohne die Ehrenamtlichen sähe unser Land dunkler aus, meinte die Bundestagskandidatin.

Ein Beispiel für Hilfe und Integrationsbemühungen auf deutscher Seite ist Marie Ehses. Die Xantenerin nahm ein junges Ehepaar aus Eritrea bei sich auf, Platz genug hatte sie dafür. „Wohnungsmangel ist das größte Problem“, findet sie. Mit ihren neuen Mitbewohnern war sie lange auf der Suche nach einer eigenen Wohnung. Henok und Freselam Andebrhan bekamen ein Kind. Die Flüchtlinge wollte jedoch kein Vermieter, trotz sicherer Mieteinnahmen. Der Suchaufruf in sozialen Medien brachte Ehses viel negative Post. Aber: „Es sind die Menschen, die es mir wert sind“, sagt sie entschieden.

Das bunte Fest hielt nicht nur leckeres Essen bereit, es wurde gesungen und getanzt: Ludger Seidel, Tanzlehrer aus Kleve, studierte mit Freiwilligen eine kleine Choreografie ein. Viele Xantener Bürger und Bürger nutzten die Chance, mit den Flüchtlingen in Kontakt zu kommen. Der Arbeitskreis Asyl leistet Beachtliches und schaut, woran es aus unterschiedlichen Gründen mangelt. Sprachkurse für Mütter mit Kindern werden beispielsweise angeboten. Mütter können sich mit Grammatik beschäftigen, während der Nachwuchs nebenan beaufsichtigt wird.

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