Aktuelles Juni 2023

Team der Diakonie-Sozialberatung vlnr.: Jutta Seven, Stefanie Krettek, Sigrid Messerschmidt-Sprenger

Weeze. Die Diakonie im Kirchenkreis Kleve weitet ihre Allgemeine Sozialberatung aus: Mit Weeze sind die drei Diakonie-Mitarbeiterinnen nun in den sieben Kommunen Goch, Kalkar, Kevelaer, Kerken, Kleve, Weeze und Xanten mit Sprechstunden präsent. In Weeze bietet Sozialberaterin Stefanie Krettek die Beratung im Wellenbrecher, dienstags von 10-15 Uhr an. Die Ausweitung ist unter anderem durch den „Stärkungspakt NRW – gemeinsam gegen Armut“ möglich geworden. In den vergangenen Monaten ist der Beratungsbedarf vor Ort erheblich gestiegen. Dies betrifft insbesondere Fragen etwa zu Sozialleistungen, zum Umgang mit möglichen Verschuldungssituationen, Wohn-, Heiz- und Energiekosten.

Geldern. Freiwilligendienste, Kurz- und Langezeitpraktika helfen jungen Menschen, sich ein gutes Bild von einem Beruf und Arbeitsfeld zu machen. Das Ambulant Betreute Wohnen bietet diese Möglichkeit gerne an und freut sich über Bewerbungen. In einem Video berichten zwei Frauen, warum ihre Zeit bei der Diakonie sie weitergebracht hat.

Christof Sieben, Mitarbeiter des Betreuungsvereins der Diakonie im Kirchenkreis Kleve, hat in Zusammenarbeit mit Web-Programmierer Dennis Bohn (bohn.media, Wesel) eine Datenbank entwickelt, die Betreuungsvereinen das Leben leichter machen kann. Dankenswerterweise wurden die Entwicklungskosten zu einem Großteil von der Soziallotterie „Glücksspirale“ gefördert.

Kevelaer/Sonsbeck. Lieber nochmal schauen und nachfragen, ob alles ok ist: „Da hängt unter Umständen ein Leben daran“, warnte Diakonie-Mitarbeiter Tim Rambach noch ein letztes Mal. Dann überreichte er den Absolventen des Kurses ihren Kletterschein „Indoor-Toprope“ vom Deutschen Alpenverein (DAV). Das haben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kevelaer und des Kardinal-von-Galen Gymnasiums gelernt, andere Kletterer zusichern. „Indoor“ bedeutet in dem Fall Klettern an künstlichen Kletterwänden. Toprope meint eine bestimmte Art des Kletterns, bei der das Seil bereits am Ende der Kletterroute hängt.

Geldern. Die Suchtberatung der Diakonie in Geldern ist für Kontaktaufnahmen online wieder erreichbar. Nachdem die bisher genutzte Onlineberatungsplattform abgestellt wurde, stellt die Diakonie Deutschland das Portal „beratung.diakonie.de“ zur Verfügung. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser Art der Kontaktaufnahme gemacht, weil sie nicht orts- und zeitgebunden erfolgen muss“, so Petra van Bergen, Fachbereichsleiterin der Sozialen Dienste bei der Diakonie. Sie und Suchtberater Yevgeniy Steinhauer werden benachrichtigt, wenn über das Portal Anfragen eingehen. Die Nutzung des Portals und auch die Beratung sind kostenlos.

Die Förderung der Freiwilligendienste soll nach aktuellen Entwürfen für den Bundeshaushalt um zehn Prozent gekürzt werden. Eine bundesweite Initiative von Freiwilligen hält dagegen. Unter dem Motto "Freiwilligendienste stärken" haben sie eine Petition beim Bundestag eingereicht. Die Diakonie unterstützt das Anliegen.

Offener Brief der Freien Wohlfahrtspflege NRW – Hilferuf an Ministerpräsident Wüst zur Gefährdung von Einrichtungen und Diensten

Inflationsbedingt explodierende Sachkosten und deutliche Tariferhöhungen gefährden viele soziale
Träger in NRW in ihrer Existenz. In einem Offenen Brief hat sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW an Ministerpräsident Hendrik Wüst gewandt und um Unterstützung gebeten. Die Landesregierung müsse dringend einen Stabilitätspakt auflegen und zusätzliche Mittel freigeben, um das Netz der Daseinsvorsorge in NRW zu sichern, so die Forderung der Wohlfahrtsverbände.