Aktuelles

Kevelaer. In Zeiten digitaler Medien und Online-Spielen wie „Fortnite“ sind die Gefahren für Jugendliche, in eine Abhängigkeit zu geraten, nicht geringer geworden. Aber auch legale und illegale Drogen wie Alkohol, Cannabis und synthetische Drogen spielen nach wie vor eine große Rolle. Aus diesem Grund fanden an der Gesamtschule Kevelaer-Weeze in Zusammenarbeit mit der Diakonie und der Stadt Kevelaer vom 15. Januar bis zum  7. Februar nunmehr zum zweiten Mal Workshops zur Suchtprävention für alle siebten Klassen statt. „Wir wollen mit den Jugendlichen über Suchtgefahren ins Gespräch kommen und eventuelle Fehlinformationen richtig stellen. Über youtube und soziale Medien sind Jugendliche zwar informiert, aber nicht immer richtig“, skizziert Stephan Gnoß von der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Diakonie ein grundsätzliches Problem.

Geldern. Am besten jung, Doppelverdiener und ohne Kinder. Die Realität der Mieter sieht in Geldern jedoch häufig anders aus und schürt einen Konkurrenzkampf um allzu knappen Wohnraum. Der Seniorenbeirat der Stadt traf sich am Mittwoch zur öffentlichen Sitzung im Bürgerforum. Zu Statements eingeladen waren neben Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Harald Schoelen (Fachhochschule Rhein-Waal) Vertreter von Diakonie und Caritas.

Seit dem 1. Januar 2017 ist das Bundesteilhabegesetz schrittweise in vier Reformstufen in Kraft getreten. Bezüglich seiner Auslegung besteht immer noch mehr Verwirrung als Klarheit. Für mehr Durchblick sorgt ein Vortrag von Andreas Niehoff, Regionalleiter des LVR-HPH-Netzes-Niederrhein. Die Veranstaltung des Betreuungsvereins der Diakonie im Kirchenkreis Kleve beginnt am Dienstag, 29. Januar, um 18 Uhr. Zudem lädt der Betreuungsverein ein zum Informationsabend „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ am Donnerstag, 7. Februar, ab 17 Uhr. Beide Veranstaltungen finden im Haus der Diakonie Goch, Brückenstraße 4 statt. Interessenten melden sich bitte bei der Diakonie telefonisch unter 02823 9302-0 an.

 

Weeze. Am Samstag, 16. März 2019 um 19 Uhr präsentiert Nito Torres sein Kabarett-Programm "Weiberabend" im Bürgerhaus Weeze. Anlässlich des Internationalen Frauentags wird der Weiberabend von den Gleichstellungsbeauftragten in Weeze und Goch, Friederike Küsters (Foto links) und Nicola Roth sowie der Diakonie im Kirchenkreis Kleve präsentiert.

Virtuos verbindet Nito Torres die Genres in seinem Musik-Kabarett und bleibt dabei immer liebevoll, intelligent und ganz nah dran an den Frauen. Begleitet von Many Miketta am Bass und Roland Miosga am Klavier feiert er seinen ganz eigenen Weiberabend, zu dem ausdrücklich auch Männer eingeladen sind.

Der Eintritt kostet 15 VVK/18 Euro, Teile der Eintrittsgelder werden zugunsten  von wohnungslosen Frauen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Frauen verwendet. Wenn diese Frauen Diakonie-Beratungsstellen aufsuchen, brauchen sie häufig schnelle Hilfen, noch bevor reguläre Hilfesysteme greifen können.

Eintrittskarten sind bei der Diakonie in Goch, in den Gleichstellungbüros in Weeze und Goch sowie dem Büro für Kultur und Tourismus in Weeze und der KulTourbühne Goch erhältlich.

Diakonie im Kirchenkreis Kleve ist Mitglied im neuen Aktionsbündnis „Wir wollen wohnen!“

Goch/Düsseldorf. Wohnraum in NRW ist schon jetzt für viele Menschen unbezahlbar. Dennoch plant die nordrhein-westfälische Landesregierung, wichtige Regelungen zum Schutz der Mieter zu streichen. Zudem entstehen längst nicht so viele neue, günstige Wohnungen wie nötig. Die Diakonie im Kirchenkreis Kleve ist neben Deutschem Mieterbund, dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, anderen Wohlfahrts- und Sozialverbänden nun Mitglied des Aktionsbündnis „Wir wollen wohnen!“. „Die Wohnungssuche ist für Menschen, die von uns als Diakonie betreut werden, mittlerweile mit unzumutbaren Wartezeiten verbunden“, sagt Pfarrer Joachim Wolff, Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Kleve.

Weil dieses Ehrenamt eben keine Selbstverständlichkeit mehr ist: Zum Neujahrsfrühstück des Betreuungsvereins der Diakonie im Kirchenkreis Kleve kamen 140 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer. Sie führen eine oder mehrere rechtliche Betreuungen für Angehörige oder fremde Personen. Die Mitarbeitenden des Betreuungsvereins begrüßten die Gäste, Helma Bertgen erinnerte an das Motto des Festes: „Es ist Zeit für das, was war, danke zu sagen, damit das, was werden wird, unter einen guten Stern beginnt.“ Christof Sieben dankte den ehrenamtlichen Betreuern für das entgegengebrachte Vertrauen und: „ Danke an unsere Ansprechpartner bei der Betreuungsstelle, bei Gericht, bei Behörden, Banken und Einrichtungen, die uns dabei helfen, Ihnen zu helfen. Auch wenn nicht immer alles reibungslos verläuft, haben wir doch meist gemeinsam eine gute Lösung gefunden.“ für Unterhaltung sorgte Monika Hintsches aus Mönchengladbach (Bild).

Xanten. Dankbar für die großartige Hilfe: Eine von der Diakonie-Flüchtlingsberatung betreute Frau aus Somalia hatte ein großes Problem. Die Mutter eines anderthalbjährigen Kindes hatte gerade gebrauchte Möbel des Diakonie Kaufhauses „Tuwas“ aus Moers bekommen, als sie plötzlich ins Krankenhaus musste. Der Hilferuf der Diakonie- Flüchtlingsberaterinnen Heike Pullich-Stöffken und Bettina Hils stieß bei den Xantener Pfadfindern auf offene Ohren. Sie bauten an zwei Tagen die Möbel auf. Eine Spende dafür wollten sie nicht haben, deswegen sagen die Beteiligten herzlichen Dank!

Insgesamt 21 Teilnehmende absolvierten das Grundlagenseminar „Gut Betreut!“ Zum vierten Mal bot der Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Kleve e.V. dieses Seminar an. Es ist gedacht für Menschen, die gerade eine Betreuung übernommen haben oder dieses planen. Keine Betreuung ist wie eine andere. Darum sind auch die Themen, mit denen ehrenamtliche Betreuer in Berührung kommen können, breit gefächert. Darunter psychiatrische Krankheitsbilder, rechtliche Grundlagen, die Beantragung von Sozialleistungen oder Leistungen der Pflegeversicherung sowie Pflichten, Rechte und die Rolle(n) einer Betreuerin oder Betreuers. Nach 6 Freitagnachmittagen und 11 behandelten Modulen gab es nun das Zertifikat zum Abschluss von Betreuungsrichterin Claudia Knickrehm (Bildmitte).

Schon seit Wochen hatten sich die Nutzer des Ambulant Betreuten Wohnens (BeWo) der Diakonie im Kirchenkreis Kleve auf die Weihnachtsfeier gefreut. Aus dem gesamten Kreisgebiet kamen rund 120 Betreute, Betreuerinnen und Betreuer am Mittwochabend in die Uedemer Reithalle. Es wurden Weihnachtslieder gesungen, begleitet von zwei Betreuten am Keyboard. Betreuer Marcel Nauta sprach über eines der wertvollsten Geschenke dieser Tage: Zeit. Er dankte dafür, dass ihm direkt 960 Minuten geschenkt wurden – schließlich hörte ihm jeder je 8 Minuten lang zu. Wie auch Klaus Kampen, er beeindruckte unüberhörbar mit Liedern auf dem Dudelsack. Ortspfarrerin Irene Gierke steuerte eine weitere Geschichte bei und wünschte allen Anwesenden eine gute Advents- und Weihnachtszeit.

Goch. Sie brauchten keinen Bammel haben, Knecht Ruprecht hatte er direkt zuhause gelassen. Aus seinem goldenen Buch konnte der Nikolaus nur Positives über die Tagespflegegäste der Diakonie an der Brückenstraße berichten. Unter ihnen finden sich geschickte Handwerker, Skatliebhaber, gute Bingospieler, Tagespflegegäste die immer gute Stimmung verbreiten und manche sind sogar besser informiert als die Tageszeitung. Im Vorfeld hatten die Tagespflegegäste eifrig für den Nikolaus Adventslieder eingeübt, sie begleitete Bruno Barz am Akkordeon. Das gefiel dem Niklaus so gut, dass alle Tagespflegegäste und ihre Angehörigen einen Weckmann geschenkt bekamen. Insbesondere begrüßte er die Tagespflegegäste aus Uedem, dem derzeitigen Winterquartier des heiligen Mannes mit Diakonievergangenheit. Mehr gab er allerdings nicht preis, obwohl ein Tagespflegegast beklagte, eigentlich nichts über den Mann im roten Mantel zu wissen.  

Der Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Kleve e.V. informiert zu den Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Beginn der Informationsveranstaltung am Donnerstag, 6. Dezember, ist um 17 Uhr im Haus der Diakonie, Brückenstraße 4 in Goch. Es wird um Anmeldung gebeten unter der Telefonnummer 02823 / 93 02-0.

Diakonie veröffentlicht Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus. Die Diakonie hat eine Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus vorgestellt. "Sie richtet sich an alle, die in der Diakonie jeden Tag engagiert an der Seite der Menschen arbeiten", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. "Das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte stellt auch die Diakonie vor neue Herausforderungen. Wir dulden in unseren Einrichtungen keinen Rassismus oder Antisemitismus, keine Ausgrenzung oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit", erklärt der Diakonie-Chef weiter. Bild: (c) Diakonie Thomas Meyer

Ohne deutsche Sprachkenntnisse geht nichts. Der Arbeitskreis Asyl in Xanten bleibt am Ball.

Aus Eritrea, Somalia, dem Irak und anderen Krisengebieten kommen immer wieder im Rahmen der Familienzusammenführung oder durch landesweite Umverteilung Flüchtlinge nach Xanten. Sie werden von den Flüchtlingsberaterinnen der Diakonie betreut. Ehrenamtlich tätige Männer und Frauen des Xantener Arbeitskreises Asyl unterstützen sie dabei. „Aber“, so betont Gisela Schulte-Lindhorst, eine der vielen Sprachpatinnen, die sich im Arbeitskreis engagiert, „die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt, denn in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse und ohne ein sich entwickelndes Zugehörigkeitsgefühl kann Integration nicht gelingen“.

25 Teilnehmende nahmen am jährlichen Einführungsseminar der Diakonie im Kirchenkreis Kleve teil. Es ist gedacht für alle, die im Laufe eines Jahres bei der Diakonie ihren Dienst angetreten haben. Mit dabei waren Pflegefachkräfte, Sozialpädagogen, Hausmeister und Menschen im Freiwilligendienst. Zwei Tage nahm sich die Teilnehmenden Zeit für das Seminar an dem Ort, wo bereits seit 1836 Diakonissinnen, junge evangelische Christinnen eine gute pflegerische oder pädagogische Ausbildung erhielten: dem Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonie. Neben der Struktur der Diakonie im Kirchenkreis, Datenschutz und Arbeitssicherheit stellte sich die Diakonie als Arbeitgeberin vor. Welches Profil hat die Diakonie, warum ist die für wen unterwegs? Welche Werte und biblische Wurzeln tragen die Arbeit und was bedeutet eigentlich der Begriff „Dienstgemeinschaft“? Neue Kolleginnen und Kollegen bringen frischen Wind und ihre eigenen Werte mit. Das zeigte eine kleine Abfrage der für die neuen Mitarbeitenden wichtigsten Werte: Gesundheit, Familie, Liebe, Freiheit und Ehrlichkeit waren darunter.

Aus losen Treffen wurde nun ein Netzwerk: Sechs Frauen, die in den Kommunen Alpen, Sonsbeck, Xanten und Rheinberg in der Flüchtlingshilfe tätig sind, stellten nun ein erstes gemeinsames Angebot vor: Bis Ende des Jahres wollen sie unter Flüchtlingen aller vier Kommunen Aufklärungsarbeit bei der Familienplanung leisten. Zunächst sollen nur Frauen angesprochen werden. Der Grundgedanke ist: „Wir wollen keinem etwas vorschreiben, sondern Möglichkeiten des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft aufzeigen“, hieß es.

Das freut die Diakonie: Sie bekam von der Deutschen  Fernsehlotterie nun Bescheid, dass die Ausstattung der Tagespflege im neuen Haus der Diakonie am Ostwall mit 38.068 Euro gefördert wird. Die Arbeiten am Ostwall laufen auf Hochtouren. Bis die Inneneinrichtung kommen kann, dauert es noch ein wenig. Die Diakonie plant den Einzug im Juli 2019. Die Tagespflege wird 14 Menschen montags bis freitags Gelegenheit geben, tagsüber gut umsorgt zu sein. 

Mehr denn je sit die Erinnerung an die Reichspogromnacht wichtig. Darum unterstützt die Diakonie im Kirchenkreis Kleve die Gedenkveranstaltung der Stolperstein-Initiative in Goch. Sie hat drei Gocher Schulen (Gesamtschule Mittelkreis, Realschule und Gaesdonck) eingeladen, am Gedenken zur Pogromnacht vor 80 Jahren teilzunehmen. Am Freitag, 9. November, starten sie und andere interessierte Bürgerinnen und Bürger um 17 Uhr an 5 Punkten (Brückenstraße, Weezer Straße, Voßstraße, Blumenplatz und Mühlenstraße). Unter anderem dort haben jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger gewohnt. Für verlegte Stolpersteine, die an diese Mitbürger erinnern, werden Kerzen angezündet.

Es sind noch wenige Plätze frei für das Grundlagenseminar „Gut Betreut“ des Betreuungsvereins der Diakonie im Kirchenkreis Kleve. Dieses beinhaltet an sechs Freitagnachmittagen (9. November bis 14. Dezember, 14:30 bis 18:00 Uhr) Grundlagen des Betreuungswesens. Neben Mitarbeitenden des Betreuungsvereins sorgen externe Fachleute, die in unterschiedlichen Zusammenhängen mit Betreuungen zu tun haben, für ein breites Informationsangebot. Zu ihnen zählen Richter, Rechtspfleger, Ärzte und andere Fachleute aus dem Kreis Kleve. Zudem berichten Menschen, die langjährig eine ehrenamtliche Betreuung führen, von ihren Erfahrungen.

Nationale Armutskonferenz veröffentlicht ihren dritten Schattenbericht: Armut stört!

Am Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut (18. Oktober) veröffentlichte die Nationale Armutskonferenz ihren dritten Schattenbericht zur Armut in Deutschland. Der Bericht gibt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf und lässt Betroffene zu Wort kommen.

„Armut in Deutschland hat eine menschenrechtliche Dimension. Sie zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung“, betonte nak-Sprecherin Barbara Eschen: „Armutsbetroffene sind keine Bittsteller, sondern sie haben soziale Rechte“. Um Armut in Deutschland zu überwinden, benötige man daher eine aktive Politik der Armutsbekämpfung. Diese werde von der Bundesregierung jedoch weiterhin vernachlässigt. Eschen nahm hierbei Bezug auf den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte – kurz UN-Sozialpakt. Am Tag zuvor hatte der Sozialausschuss der Vereinten Nationen, der die Einhaltung dieser Rechte überwacht, seine Empfehlungen an die deutsche Bundesregierung veröffentlicht. Diese zeigten: „Es ist noch viel zu tun“.

Die „Würdebewahrer“: Eine Aktion der Betreuungsvereine der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die nun plakativ in Geldern auf sich aufmerksam macht. Rund 10 Tage hängt das Plakat der Aktion am Bahnübergang Harttor/Beurskensweg mit dem markanten Slogan: „Ich spreche mit deinem Arzt – nur wenn du es nicht mehr kannst“.